Sehsucht nach dem Morgen
Text: Sabine C. Richter | Musik: Sabine C. Richter (p. 2026)

Zwischen Türmen aus Glas geht ein Kind ohne Ziel
In die Schatten der Gassen spielt ein unechtes Spiel
In den Augen der Schwachen segelt Angst und Gewalt
Und die Stimmen der Alten verhallen lautlos im All - lautlos im All ...

Oh, erbarme dich mein Freund siehst du nicht die große Not
Hinter grellen Leuchtreklamen lächelt still der schwarze Tod ...
Oh, erbarme dich mein Freund nimm das Leid von dieser Welt
Hüll die Kinder ein in Liebe - mach, dass jede Macht zerfällt

Unter flackernden Lichtern fällt die Wahrheit in den Staub
Wird verkauft auf dunklen Straßen zwischen Einsamkeit und Raub
Und die Sehnsucht nach dem Morgen wird erstickt im Lärm der Zeit
All die ungezählten Fragen rinnen in die Ewigkeit ...

Blumen drängen sich aus Ritzen gegen die Gewalt der Stadt
Flügel spannen sich in Wissen, dass der Morgen Hoffnung hat
und die Tränen wie Kristalle spiegeln Licht auf rauem Grund
fließen auf die kleinen Blumen und die Träume werden bunt - und die Träume werden bunt

Komm, erbarme dich doch selbst siehst du nicht die große Not
Hinter grellen Leuchtreklamen lächelt still der schwarze Tod ...
Oh, erbarme dich mein Freund nimm das Leid von dieser Welt
Hüll die Kinder ein in Liebe - mach, dass jede Macht zerfällt
Mach, dass jede Macht zerfällt
Drohnen kreisen, Schüsse schallen, Gläser brechen, Angst wird laut
Doch ein Herz wird niemals fallen, wag den Schritt aus deiner Haut